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Missstände im öffentlichen Verkehr (SBB & Co.)

Darum geht die Debatte


Ich fahre schon seit Jahren als Pendler und begeisterter Zugfahrer mit einem Schweizer GA durch die ganze Schweiz.
Schon beinahe alle Winkel der Schweiz habe ich bereits bereist.

Auf solchen Reisen und auf den täglichen Strecken zur Arbeit sind mir viele Dinge aufgefallen, die auf die Dauer extrem nerven.
Gegen die Stosszeiten sind die Züge meist überfüllt und (oft) sehr verspätet.
Zudem sind vielmals Waggons einfach abgeschlossen, ohne dass sie abgehängt werden, das ist für Platzsucher sehr ärgerlich.
Das Platzangebot sollte schleunigst ausgebaut werden.

Zudem störend sind der Dreck, Vandalismus, zerkratze Scheiben, unanständige Leute, überfüllte Mülleimer in den Zügen (welche selten geleert werden), Nicht-Einhalten des Fahrplans, ruppiger Fahrstil bei Busbetrieben, weniger Zugbegleiter (sinkende Sicherheit!) und vieles mehr.
Gegen die unanständigen Leute kann man direkt nicht viel machen, nur in solchen Situationen entsprechend reagieren.

Was sicherlich auch viele andere stört sind die anderen aufgelisteten Argumente.
Haben Sie auch schon solche Situationen im Schweizer ÖV-Netz erlebt?
Was würden Sie vorschlagen, könnte man dagegen machen?

Debatte http://sbb.politnetz.ch
Geschrieben 3. Dezember 20:28, Michael Tanner
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Was SBB verspricht, sollte eingehalten werden. Wo sind die so genannte "King Size-Züge"?
Doppelstock-Intercityzüge sind z.T. mehr schmutzig, die Closetts funktionieren nicht oder sind defekt.
In Zürich, St.Gallen, Genf sollten diese Züge, während die Reisenden aussteigen, eine Reinigungsequippe von einer Reinigungsfirma parat sein, die Waggons einiger Massen sie sauber machen, die überfüllten Abfallkübel leeren.
Nachts sollten die Doppelstockzüge gründlich gereinigt werden, so wie es die DB mit ihren ICE's machen.
Dann würde nämlich der Billettpreis wieder stimmen, sei es 1. oder 2. Klasse.
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Der motorisierte Strasseverkehr deckt die durch ihn verursachten Milliardenkosten an Umwelt und Gesundheit nicht. Gleichzeitig muss der öffentliche Verkehr stark subventioniert werden und ist manchmal sogar billiger als Velofahren. Zusammen mit den niedrigeren Landpreisen ausserhalb der Agglomerationen ist dies eine wichtige Ursache für die Zersiedelung der Schweiz und den immer länger werdenden Pendlerdistanzen. Als erste Massnahme sollte deshalb zumindest die Steuerabzüge für die Arbeitswege pauschalisiert werden, so dass ein gewisser finanzieller Anreiz besteht in der Nähe des Arbeitsplatzes zu wohnen.
1 Kommentar
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Der öffentliche Verkehr ist absolut NICHT zu billig, denn wir bezahlen bereits jetzt einen Zuschlag auf den lukrativen Rennstrecken der SBB!
Aber die Idee mit den Steuern ist ok, wenngleich die Pauschalierung theoretisch bereits besteht (Grundsatz: ÖV) Belegen von Notwendigkeit Fahrzeug (Auto,Töff,Velo).
Für die Motivationsförderung wäre ein Abzug bei einem Umzug eine Idee, stösst aber am "Kantönligeist" an!
Horst R Zbinden - AL 1. April 2010 Verstoss melden
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Sie wollen keinen Umzug auf sich nehmen, um da zu wohnen, wo die Arbeit ist. Nicht weil dies nicht möglich wäre, sondern weil sie zu faul dazu sind! Dann müssen andere Argumente dazu herhalten, wie z.B. das soziale Umfeld, die Kinder etc.

Ich plädiere auch für eine Abschaffung der 1. Klasse im Regional-und Lokal-Verkehr, weil dadurch viel mehr Platz zur Verfügung stehen würde!
Die erste Klasse braucht es nur noch im nationalen und internationalen Betrieb der SBB!
Siehe auch das Beispiel im Ausland z.B. Singapur oder Hong-Kong etc. wo es nur Sitzbänke in Längsrichtung aus Edelstahl (Alu) gibt. Massentransportmittel!
4 Kommentare
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Die Idee ist zwar interessant und für 2. Klass-Reisende auch sicherlich okay.
Aber da vergisst man trotzdem die 1. Klass-Reisenden.

Wenn man bereit ist, mehr für die 1. Klasse zu bezahlen, dann ist man sicher nicht darüber froh, wenn es die 1. Klasse nur noch im nationalen Verkehr gibt.
Ich habe mir schon überlegt für einen Monat mal 1. Klasse zu fahren, aber das würde ich nur tun, um mal mehr Komfort zu geniessen und mehr Platz zu haben.

Aber wenn ich dann extra viel für die 1. Klasse bezahle, dann erwarte ich auch ein gewisses Platzangebot in der gesamten SBB Infrastruktur.
Die SBB und allgemein die Schweiz stehen für bequemes Zugfahren und viel Mobilität.
Nur weil das Ausland vielleicht passendere Lösungen bereithält, heisst das nicht, dass wir das auch dringend tun müssen.
Michael Tanner 22. März 2010 Verstoss melden
@Horst R. Zbinden: Ja, die Pendler sind wirklich ein faules Pack *ironie off* Pendeln tut sich niemand freiwillig an. Schon mal in Zürich eine bezahlbare Wohnung gesucht? Bezahlbar und kein Loch?
Bruno Habegger - Kommission für öffentliche Sicherheit Langenthal, GLP 25. März 2010 Verstoss melden
kann da Herr Habegger nur zustimmen wer schon mal gependelt ist oder immer noch pendelt weiss das dies bestimmt nicht aus Faulheit geschieht.
Morgens 5 Uhr aus dem Bett um 6 Uhr auf dem Bahnhof stehen und hoffen das der Zug fährt und Abends irgendwann zwischen 19 und 20 Uhr nach Hause kommen tut sich keiner frewillig an.
Patrik Hafner - Piraten 1. April 2010 Verstoss melden
Aber wenn man ja so «unfreiwillig» pendelt, warum zieht man dann nicht etwas in die Nähe? Dies ist meist möglich und ich sehe aber selbst auch den Grund von Herr und Frau Schweizer, nicht umzuziehen, denn an einem Ort lebt man sich ein und der Aufwand für einen Umzug ist meist recht gross.
Michael E 19. Juni 2010 Verstoss melden
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Ich bin strikte gegen eine Privatisierung der Infrastruktur des Landes. Telekomnetze, Strassen, Schienen - all das gehört uns. Und nicht irgendwelchen Spekulanten, die durch Rosinenpickerei die Qualität verwässern.

Jedoch soll die Infrastruktur an Dienstleister vermietet werden, die darauf ihre Geschäftsmodelle fahren können.
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Ich pendle fast täglich. Oft muss ich stehen. Das ist für mich nur bedingt ein Problem aber es hat auch ältere Leute, die stehen müssen. Nur doof, dass in der 1. Klasse oft noch viele Abteile menschenleer sind und wir können vom Gang aus reingucken...In solchen Fällen sollte man die 1. Klasse auch nutzen dürfen, Da kommt aber sofort der Aufschrei, dass wir auch weniger bezahlen. Das ist richtig aber es kann ja auch nicht sein, dass man regelmässig stehen muss. Mir hat ein Condi gesagt, dass man nur ein Aufrecht auf einen Stehplatz hat. Dafür würde dann das GA aber trotzdem recht viel kosten. Wie kann man das Problem beheben?
PS: Besonders Freude habe ich an den Frauen, die ihr Handtäschchen noch auf einem Sitz platzieren. Frage mich, ob die ein HandtaschenGA besitzen ; )
9 Kommentare
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Die Handtäschli-Frauen sind ja nicht wirklich ein Problem. Einfach draufsetzen ;-D

Ja, die leidige erste Klasse. Ich fänds gut, wenn man die zu Gunsten einer Premier-Class abschaffen könnte. Der Clou: In der Premier-Class muss man den Sitz buchen. So wissen die SBB immer, wieviele Luxuswagen sie anhängen müssen.
Bruno Habegger - Kommission für öffentliche Sicherheit Langenthal, GLP 20. März 2010 Verstoss melden
Die erste Klasse ist schon gut, finde ich.

Vor allem die deklassierten 1. Klasse Waggons, finde ich erste Klasse ;)

Zum Thema:
Oft ist es so, dass 1. Klasse-Waggons fast leer sind.
Aber zu Stosszeiten kann es auch vorkommen, dass die 1. Klasse-Wagen ebenfalls sehr voll sind.

Die SBB sollte vielleicht mal überdenken, dass man das Platzangebot je nach Zeit ändern sollte, vor allem bei den 1. Klasse-Wagen.
Mir ist aufgefallen, dass die SBB bereits darauf achtet, in Stosszeiten mehr Wagen anzuhängen, was ich auch gut finde.
Michael Tanner 20. März 2010 Verstoss melden
Das mit den handtäschlifrauen war auch eher ironisch. Du glaubst es aber nicht, heute musste ich im Zug einer Handtasche den Platz überlassen...
Andrea Zryd - SP 22. März 2010 Verstoss melden
Wie das? Hatte die Handtasche ein Ticket?
Bruno Habegger - Kommission für öffentliche Sicherheit Langenthal, GLP 22. März 2010 Verstoss melden
Eine junge dame wollte ihre Riesenhandtasche nicht wegnehmen...Sie hat sich plötzlich extrem schlafend gestellt, heheh. Die Handtasche hat sicherlich ein GA...
Andrea Zryd - SP 22. März 2010 Verstoss melden
Nur Mut!

Einfach die Tasche packen und ins Gepäckfach stellen.

Ich bleib jeweils einfach so lange vor dem freien Sitz stehen und gucke mal böse, bis es die Person nicht mehr aushält.

Mein Blick kann zwar nicht töten, aber wecken. ;-D
Bruno Habegger - Kommission für öffentliche Sicherheit Langenthal, GLP 22. März 2010 Verstoss melden
Das mache ich lieber nicht, mein Blick kann unter Umständen töten ;)

Da sehe ich auch kein grosses Problem, einfach die Handtasche nehmen und wegstellen.
Aber eigentlich erschreckend, wie unhöflich die Leute in solchen Situationen sind.
Michael Tanner 22. März 2010 Verstoss melden
Noch mal kurz zurück auf das Originalthema: Ja. Es hat zuviele 1.Klasse-Wagen. Sie sind meist nur zu den Stosszeiten und gondeln ansonsten leer durch das Land. Hier scheint es logistische Probleme zu geben. Diese wären mit Sicherheit kreativ zu lösen.
Bruno Habegger - Kommission für öffentliche Sicherheit Langenthal, GLP 25. März 2010 Verstoss melden
Wie ich bereits erklärt habe; die beste Lösung ist im Agglo-Verkehr (Verbünde) die Abschaffung der Klassen als Relikt aus vergangenen Tagen; und bei nationalem und internationalem Verkehr die Propagierung des Klassenwechsel-Tickets zu vernünftigem Preis!
Horst R Zbinden - AL 1. April 2010 Verstoss melden
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Dafür können die SBB nichts. Die Lage verschärft sich mit ungebremster Zuwanderung, steigenden Mietpreisen in den Arbeitszentren und der zunehmenden "Versingleung" der Gesellschaft.
3 Kommentare
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Aber wir kennen ja das typische Schweizer Zugverhalten: Jeder möchte sein eigenes Abteil - auch wenn man dazu durch den ganzen Zug gehen muss, um ein leeres Abteil zu finden.
Dass der Platz trotzdem knapper wird, da kann ich nur zustimmen (zumindest subjektiv).
Michael E 20. März 2010 Verstoss melden
Man muss konkretisieren. An Platz mangelt es vor allem zu Stosszeiten, da sitzt man auf dem Boden. Zürich - St.Gallen oder Zürich - Frauenfeld sind beispielsweise solche Strecken. Die Tatsache das Platzmangel herrscht kann man ja dann noch akzeptieren, aber wenn man in Zürich erst zwei Minuten lang an halb leeren Erstklasse-Wagen vorbei laufen muss, um dann in der zweiten Klasse im Gang zu stehen, platzt mir schlicht der Kragen!
Markus Graf - Parteilos 20. März 2010 Verstoss melden
Michael Graf hat absolut recht!
Horst R Zbinden - AL 1. April 2010 Verstoss melden
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Eine 2. Röhre durch den Lötschberg würde dem Personenverkehr dienen! IC-Halte wären wieder wie früher in Frutigen, Kandersteg und Brig möglich. Das Berner Oberland könnte wieder mit der Walliserkonkurrenz mithalten. Nicht zu unterschätzen wäre auch die Türöffnung zu neuen Arbeitsplätzen (Oberland-VS oder auch umgekehrt).
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Das finde ich aber leicht übertrieben.
Ich weiss nicht, aber ich könnte mir das nicht gut vorstellen.

@Andrea: Meinst du nicht, dass ein solches Vorhaben nicht nur das Budget der SBB überschreiten würde, sondern auch einfach schlicht zurzeit nicht gut machbar ist?
Michael Tanner 19. März 2010 Verstoss melden
Doch, darum habe ich von Illusion gesprochen. Diese Idee gabe es aber einmal und man hätte beim Ausbau unbedingt gleichzeitig Platz für eine zweite Schiene machen müssen. Das war auch der Vorschlag des Ingenieurs.
Andrea Zryd - SP 19. März 2010 Verstoss melden
Aber wäre das dann auch wirklich schlau gewesen?
Man denke dabei an die finanziellen Aussichten der SBB.

Sie müssen ständig Preise erhöhen, weil ihnen das Geld ausgeht und der Staat einfach zu wenig abgibt.
Oder sie bezahlen zu höhe Managerlöhne, das kann ich nicht sagen.
Michael Tanner 19. März 2010 Verstoss melden
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Das Problem, das die SBB hat, sind wirklich die Pendler selbst. Jeder will am schönsten Ort xy (was auch immer das für jeden ist) wohnen, aber arbeiten will er dort nicht. Es werden immer weitere Distanzen mit dem Zug zurückgelegt, bzw. man pendelt immer mehr und immer weiter.
Deshalb gibt es auch immer mehr volle Züge und somit auch keine Ruhe für den Rest der Fahrgäste.
Das GA und das Halbtax werden teurer - warum? Weil man immer weiter und mehr pendelt. Es ist wirklich so, auch wenn man es nicht wahrhaben will. Mit dem GA hat sich die SBB ins eigene Fleisch geschnitten, denn es ist eigentlich in diesem Sinne zu günstig.
Klingt alles etwas hart, bringt es aber vielleicht ganz gut auf den Punkt.

Und mal Hand aufs Herz? Gibt es ein Land mit einem solch ausgebautem ÖV-Netz, das so gut funktioniert und so gut benutzt wird?
8 Kommentare
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Hallo Michael

Da muss ich dir mal nicht zustimmen.
Klar gibt es solche Leute, aber zum Beispiel mich:

Ich arbeite in St. Gallen und wohne im Rheintal (36 Minuten von St. Gallen).
Und dass die Leute pendeln, um zur Arbeit zu kommen ist doch das Grundprinzip des öV oder etwa nicht?
Also finde ich die Aussagen, die Pendler sind schuld, nicht gerechtfertigt.

Ohne Pendler gibt es keine SBB und ohne SBB das ganze Gestürm nicht.
Aber wer nun mal arbeitet und keine Arbeit im selben Dorf oder Stadt bekommt, muss nun halt ausweichen und so den öV brauchen.

Wäre es denn deiner Meinung nach schlauer, mit dem Auto zu pendeln?
Das werde ich nie und nimmer tun, da der öV für mich perfekt ist.
Keine hohen Kosten, bis auf das GA und fast keine Umweltbelastung.

Das GA ist meiner Meinung nach nicht zu günstig, es wird langsam nicht mehr erschwinglich für einen Lernenden, wie mich.
Das finde ich nicht in Ordnung.
Es wird zu teuer, der Staat zahlt zu wenig.
Michael Tanner 19. Januar 2010 Verstoss melden
Hallo Michael (schöner Name übrigens (-; )

Ich habe meine Aussage absichtlich etwas überspitzt formuliert. Ich denke nicht, dass Pendler, die wie du 35 Minuten pendeln, oder vom nächsten Dorf kommen der ganzen Sache schaden, sondern auch eher die SBB fördern (und fordern).

Jedoch ist doch ganz klar ein Trend da, dass man immer weiter pendelt.

Die Vorteile vom öV sind natürlich klar da und die will ich gar nicht erst bestreiten, ich möchte mit meiner Aussage auch keinesfalls sagen, man solle doch aufs Auto umsteigen. Das GA ist günstig, das mag auch gut so sein, ich profitiere ja selber davon, aber anscheinend ist es sogar zu günstig, wenn man der SBB glauben darf.

Noch kurz zu deiner Aussage: «Fast keine Umweltbelastung». Dem möchte ich auch wiedersprechen. Anscheinend ist die Belastung doch nicht so toll, wie man immer behauptet. Denn die Unterhaltung der Bahnlinien verbraucht viel Energie, die unterschätzt wird. Klar ist es immer noch besser, als wenn jeder mit seinem Auto rumfährt, aber man kann nicht von «fast keiner Umweltbelastung» sprechen.
Michael E 19. Januar 2010 Verstoss melden
Hallo ebenfalls Michael :-)

Ich habe absichtlich "fast keine" gesagt, da die Energie schliesslich aus Atomkraft kommt (grösstenteils).
Und diese wiederum ist nicht sehr umweltfreundlich.

Zudem gibt es umweltschädliche Schadstoffe beim Bremsen von den älteren Zügen.
Das stinkt dann auch extrem.
Michael Tanner 19. Januar 2010 Verstoss melden
@Michael E: Den Wohnort kann man sich kaum mehr selbst aussuchen. Die vergrösserten Pendeldistanzen hängen mit der unzumutbaren Wohnsituation in den grossen Arbeitszentren zusammen.
Bruno Habegger - Kommission für öffentliche Sicherheit Langenthal, GLP 19. März 2010 Verstoss melden
@Bruno: Es gibt so viele verschiedene Arbeitsgeber an vielen verschiedenen Orten und viele Orte sind auch von der Wohnsituation ganz in Ordnung. Klar, es gibt Leute, die nicht in der Stadt wohnen wollen - dann sind sie teilweise halt zum Pendeln gezwungen. Aber wenn man weit pendeln muss, hat man wohl entweder den Wohnort oder den Arbeitsplatz so nicht ganz eingeplant.
Beinflussbar wäre es vom Bürger selber sicher, aber ober er es wirklich machen will, ist die andere Frage. Wenn man eine Arbeit findet, bei welcher man vielleicht etwas weit fahren muss, nimmt man heutzutage eher die Arbeit, als eine schlechter bezahlte Arbeit, die näher wäre.
Michael E 19. März 2010 Verstoss melden
@Michael E: Na ja, ich pendle und das nicht ganz freiwillig. Das hat nichts damit zu tun, ob ich die Wahl zwischen einem schlechter bezahlten Job in der Nähe oder weiter weg habe.

Ein Glückspilz ist, wer eine solche Wahl hat. Was ich damit sagen will: Wir sollten nicht so tun, als trügen die Pendler an der Situation Schuld.
Bruno Habegger - Kommission für öffentliche Sicherheit Langenthal, GLP 19. März 2010 Verstoss melden
@Bruno: Interessante Sichtweise, die ich irgendwie auch gut verstehen kann. Naja, vielleicht kann ich dies als Student auch noch nicht so wirklich beurteilen.
Michael E 20. März 2010 Verstoss melden
@ Michael E (komischer Name übrigens :-))
"Und mal Hand aufs Herz? Gibt es ein Land mit einem solch ausgebautem ÖV-Netz, das so gut funktioniert und so gut benutzt wird?"

Mal Hand aufs Herz, gibt es etwas das so gut ist, dass man es nicht weiter verbessern könnte ? Mehr Züge, schnellere Züge, saubere Züge, mehr Verbindungen ? Ist es nicht wünschenswert das möglichst viele Leute mit ÖV pendeln, anstatt das Auto zu benutzen ?
MfG
Thomas Schmucker 19. Juni 2010 Verstoss melden
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Dies zeigt sich in vielen kleinen oder grossen Punkten. Sind die hochbezahlten Manager wirklich so gut für die SBB? Ich glaube nicht! Ich vermute, dass wir in Kürze wöchentlich grössere Pannen im Netz haben werden. Diese Kosten dürften auch mal miteinbezogen werden!
4 Kommentare
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Die vorraussichtlichen Infrastruktur-Kosten der SBB (für verschiedene Zeithorizonte) würden mich auch mal interessieren. Müsste ja halbwegs berechenbar sein und ich bin mir ziemlich sicher, dass es die Zahlen auch irgendwo geben wird. Leider konnte ich mit einer Schnellrecherche nichts finden. Falls jemand einen Link hat bitte melden. (Als staatlich finanzierter Konzern hat die SBB ja hoffentlich Publikationspflicht für solche Zahlen).
Gabriel Hase 10. Januar 2010 Verstoss melden
Die Kosten müssten auf admin.ch oder auf sbb.ch ersichtlich sein.
admin.ch ist der Bund direkt und da die SBB dem Bund gehört, so weit ich weiss, müssten die Zahlen darauf zu finden sein.

Zu den Managerlöhnen sage ich nicht viel.
Es ist übertrieben und da geht viel Geld flöten.
Da wäre ein Ecken, wo man sparen könnte.

Ich freue mich schon fast regelrecht darauf, die Pannen mitzuerleben.
Früher oder später muss es ja passieren, wenn wir so weiterverfahren.
Michael Tanner 13. Januar 2010 Verstoss melden
Wenn wir die Sicherheit der SBB ausbauen wollen, müssen wir auch bereit sein eintweder höhere Billettpreise zu bezahlen oder den SBB aus dem Steuertopf mehr auszuschütten (ja, oder vielleicht ist auch beides nötig) Auf jedenfall mit dem bürgerlichen Steuersenkungswahn wird dieses Problem nicht gelöst..
Christoph Grimm - Grossrat Bern, Grüne 20. März 2010 Verstoss melden
Bei entsprechender öffentlicher Kostentransparenz, gerne. Allerdings habe ich den Eindruck, die Manager wollen ubedingt einen Gewinn ausweisen, da dann ihre Boni höher ausfallen. Privatisierung bringt hier leider keine verbesserten Leistungen zu tieferen Kosten. Ich glaube, eher das Gegenteil.
Dorn Benjamin - Gemeinderat Greifensee 21. März 2010 Verstoss melden
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Ich bin froh, dass diese Debatte gestartet wurde, denn was Michael Tanner im Einleitungstext beschreibt, kann ich unterschreiben. Die Situation ist für die Pendler in vieler Hinsicht mühsam.

Ich arbeite 3 Tage die Woche in Zürich und kann sagen: Die Strecke Lausanne-Zürich ist eine regelrechte Katastrophe. Immer total überladen und vielfach mit Verspätungen verbunden. Auch der Halbstundentakt ist doch etwas gar mittelalterlich. Wieso kann diese Strecke, die meiner Ansicht nach die Hauptschlagader des SBB-Netzes ist, nicht mit einer höheren Frequenz gefahren werden? Ich habe bis heute keine überzeugende Antwort darauf gefunden.

Ich werde den Verdacht nicht los, dass das ÖV in der Schweiz gerade von der Politik immer noch als Luxusgut interpretiert wird. "Unser Standart ist im internationalen Vergleich sehr hoch", heisst es da. Doch ist das ein Grund, nicht weiter am ÖV zu arbeiten. In Zukunft werden immer mehr Menschen auf das Auto verzichten (müssen), um an ihren Arbeitsplatz zu gelangen. Diese Entwicklung wird von den Verantwortlichen irgendwie nicht ernst genommen. Leider können viele Pendler nicht auf den öffentlichen Verkehr verzichten.
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Danke für das Lob.

Ich kenne die Strecke ebenfalls gut und kann das nur zu gut bezeugen.
Dass es als Luxusgut angeschaut wird, kann ich nicht sagen, hab das nie so wahrgenommen.
Doch ein Körnchen Wahrheit steckt schon dahinter.

Wenn man die Situation mit Deutschland vergleicht, dann sind wir grad noch heilig, aber trotzdem ist es eine Zumutung.

Wir sind schliesslich das fahrfreudigste Volk der Welt, laut Studien.
Schweizer fahren am meisten Zug, Bus, etc, sogar noch vor den Japanern.
Michael Tanner 5. Dezember 2009 Verstoss melden
Ich stimme zu: Pendeln ist keine freie Entscheidung. Oder würde jemand argumentieren: " Selber schuld wenn Du arbeiten musst?"
Dorn Benjamin - Gemeinderat Greifensee 21. März 2010 Verstoss melden
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